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Freihalden und Ars, eine Partnerschaft

 
Geschichte der Partnerschaft Verbrüderungseid Bilder  Linksammlung
 

 

Wer heute nach Freihalden kommt, findet an den Dorfeingängen neben den offiziellen Ortstafeln auch noch ein zweites Schild mit der Aufschrift: Verbrüderungsgemeinde Ars. Dies ist ein Hinweis auf die Partnerschaft, welche Freihalden mit dem weltberühmten Wallfahrtsort Ars sur Formans in Südfrankreich abgeschlossen hat, ein Beweis für die Aufgeschlossenheit und Weltoffenheit der einst so abgeschiedenen Ortschaft. 
In dem französischen Dorf, etwa 35 Kilometer nördlich von Lyon gelegen, wirkte seit 1818 Johann Baptist Vianney als Seelsorger. Obwohl er erst später Seelsorger und Priester wurde, nachdem er als Hirte und Bauer sein Leben fristete, galt er dann als großer Beichtvater und Prediger. Als der "heilige Pfarrer von Ars" ist er heute in der katholischen Welt allgemein bekannt. 

Zu seiner Gnadenstätte pilgerte etwa 20 Jahre lang regelmäßig Eugen Rogg, ein alteingesessener Bürger Freihaldens. Durch seine vielen Besuche wurde er im Wallfahrtsort bekannt und beliebt und knüpfte viele Kontakte zu den Einwohnern. 1974 organisierte er eine Omnibusfahrt nach Ars, an der neben Bürgermeister Karl Mayer auch die Musikkapelle Freihalden/Oberwaldbach teilnahm. Die schwäbische Delegation wurde mit großer Herzlichkeit aufgenommen und trotz Sprachschwierigkeiten entwickelte sich so manche Freundschaft. Die Vertreter der beiden Gemeinden, Jean Claude Dupont und Karl Mayer, verschlossen sich daher nicht dem Wunsch ihrer Mitbürger, diese Beziehungen offiziell durch den Abschluß einer Partnerschaft zu besiegeln. Unermüdlich wirkte auch Eugen Rogg, der "Vater" dieser deutsch-französischen Begegnungen für ein Zustandekommen der Verbrüderung. Er wurde unterstützt von dem belgischen Abbè Paul Wolf, der häufig bei den Zusammenkünften der beiden Orte als Dolmetscher fungierte. 

Als die Franzosen am 13. September 1974 mit ihrem Kirchenchor Freihalden besuchten, waren sie begeistert von dem schmucken Dorf - die Gemeinde war damals gerade zum schönsten Dorf des Landkreises Günzburg gekürt worden -, von der Gastfreundschaft, die ihnen allenthalben entgegengebracht wurde und von der Landschaft. Die Bindungen wurden enger...
 

Quelle: Karl Weichenmeier: Freihalden, Heimatbuch einer schwäbischen Gemeinde, Anton H. 
 Konrad Verlag, Weißenhorn, 1978 
 
 
 


Verbrüderungseid:

Wir, die durch freie Wahl unserer Mitbürger gewählten Bürgermeister,

in der Gewißheit, den höchsten Bestrebungen und den wahren Bedürfnissen der Bevölkerung, mit der wir in täglicher Beziehung stehen und deren Interessen wir zu wahren haben, zu entsprechen,

im Bewußtsein, daß die westliche Kultur Ihre Wiege in unseren alten Gemeinden hatte und der Geist der Freiheit zunächst in den "Freimachungsurkunden" geschrieben stand, die sie nach langem Bestreben erlangen konnten;

in Anbetracht der Notwendigkeit, das Werk der Geschichte in einer erweiterten Welt fortzusetzen, daß aber diese Welt nur wahrhaft menschlich ist, wenn Menschen frei in freien Städten leben können,

verpflichten uns am heutigen Tage feierlich:

die ständigen Bande zwischen unseren Gemeindeverwaltungen unserer Gemeinden zu bewahren, auf allen Gebieten den Austausch ihrer Einwohner zu unterstützen und durch eine bessere gegenseitige Verständigung das wahre Gefühl der europäischen Brüderlichkeit zu fördern, unser Betreben zu vereinigen, um mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zum Erfolg dieses notwendigen Werkes des Friedens und des Wohlstandes beizutragen zur europäischen Einheit.
 
 

Freihalden, 
den 11. September 1976
Ars sur Formans,
den 4. Juni 1977
Karl Mayer
Bürgermeister Freihalden
Karl Mayer
Bürgermeister Freihalden
Jean-Claude Dupont
Bürgermeister Ars sur Formans
Andrè Gillet
Bürgermeister Ars sur Formans

 

Quelle: Klaus Rogg: 20 Jahre Partnerschaft Ars - Freihalden, Festschrift, Freihalden 1996 
 
 
 

Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages  durch Bürgermeister André Gillet (Ars) und Bürgermeister Karl Mayer (Freihalden), Ars, 11.September 1976:

Unterzeichnung Partnerschaftsurkunde
Quelle: Angelika Rogg-Bigelmaier 
 

Bilder: 

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Linksammlung: 

Partnerschaftskomitee

musee-ars.org

arsnet.org